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Digital Cities: Kommunen im Netz

Digital Cities ist der Oberbegriff für die offizielle Präsentation der Kommunen im Internet. Häufig wird dabei auch von einer "Verdoppelung" der städtischen und kommunalen Angebote gesprochen. Neben das reale Rathaus tritt das virtuelle Rathaus und weitere Bürgerinformations- und Kommunikationssysteme präsentieren sich im Internet.

Die virtuelle öffentliche Verwaltung soll einerseits mehr Verwaltungstransparenz herstellen, andererseits dient die interaktive Kommunikation auch der Reduzierung realer öffentlicher Dienste. Immer mehr Kommunen gehen "ans Netz" und verbinden damit die Erwartung, die Leistungen für ihre Bürger und Kunden zu verbessern und gleichzeitig Kosten zu senken. Aber auch neue Formen der Bürgerbeteiligung werden erprobt. Gerade in größeren Städten gibt es zudem immer öfter stadtteilbezogene Homepages, häufig von privater Initiative betrieben.

Die Entwicklung zum kommunalen Dienstleistungsunternehmen durch die Bereitstellung von Informationsangeboten, Service- und Dienstleistungen und von Kommunikationsstrukturen über eine Vernetzung steht zwar noch am Anfang der Entwicklung, befindet aber in einigen Fällen schon in der Erprobung. Generell sehen die Städte und Kommunen die Bereitstellung vielfältiger Angebote im Bereich Kultur, Wissen, Bildung als wichtige Wettbewerbs- und Standortbedingung der Zukunft. Noch können die Bürger nur in seltenen Fällen bereits "online" Leistungen der Verwaltung abrufen, z.B. ihren Wohnsitz ummelden und mit anderen Bürgern und der Verwaltung oder Politik z.B. über Stadtentwicklungsmaßnahmen diskutieren. Aber der Weg zur "Informationskommune" wird von immer mehr Kommunen beschritten.

Aber nicht nur immer mehr Kommunen gehen ans Netz. Im WWW lassen sich vielfältige Initiativen finden, z.B. "Bürgernetze", "Online-Vereine", in denen sich Bürger selbst organisieren.

Information, Kommunikation und Bürgerbeteiligung

Städtebauliche Planungen unterliegen immer komplexer werdenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Anforderungen. Vielfältige individuelle und gesellschaftliche Ansprüche haben Einfluss auf die Entwicklung und Gestaltung von Quartieren. Funktionierende Kommunikationsstrukturen werden daher als notwendige Voraussetzung gesehen, um die unterschiedlichen Bedarfe und Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen.

Neben der Einbindung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Interessensträger ist daher eine frühzeitige Bürgerbeteiligung entscheidend, um die unterschiedliche Interessenslagen rechtzeitig zu erkennen und im Planungsprozess zu berücksichtigen. Das Internet wird inzwischen von zahlreichen Städten und Kommunen als ein Informationsmedium verstanden, das Beteiligungsprozesse über den gesetzlichen Rahmen hinaus fördern und unterstützen kann, indem frühzeitig Projekte und deren Entwicklungsstand dargestellt und Kontaktmöglichkeiten angeboten werden.

Das Beispiel Esslingen

Ein herauszuhebendes Beispiel stellt dabei das Internetangebot der Stadt Esslingen dar, ein Projekt des Städtewettbewerbs MEDIA@Komm der Bundesregierung. Hier können nicht nur Informationen abgefragt und Formulare online ausgefüllt werden. Vielmehr werden vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten angeboten und damit der Meinungsaustausch gefördert. So wurde z.B. zur Entwicklung des Neubaugebietes Egert in Esslingen-Zell ein moderiertes Bürgerforum aufgebaut, das als zusätzliches und rechtsverbindliches Instrument der Bürgerbeteiligung angewendet wurde.

Auf der entsprechenden Internetseite der Stadt Esslingen zur Bürgerbeteiligung für das geplante Neubaugebiet Egert finden die Bürger Informationen über das geplante Baugebiet sowie Anregungen, Stellungnahmen und Kritik, die im Sommer 2001 in einem moderierten Internetforum gesammelt und diskutiert wurden. Die Ergebnisse der Diskussion wurden vom Moderatorenteam in Abstimmung mit allen Teilnehmern zusammengefasst und dem Esslinger Gemeinderat übergeben.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse wurde im Ausschuss für Technik und Umwelt von einem Mitglied des Moderatorenteams präsentiert. Der Ausschuss beschloss, das Ergebnis der Bürgerbeteiligung zur Kenntnis zu nehmen und alle Anregungen der Bürger zu den Verfahrensakten des Bebauungsplanes Egert zu nehmen, damit diese im weiteren Verfahren geprüft werden können.

Weiterführende Informationen

Das Kommunikations- und Informationsportal MEDIA@Komm, eines der größten Fördervorhaben der Bundesregierung zur Einführung elektronischer Dienstleistungen auf Bund-, Länder- und Gemeindeebene:
MEDIA@Komm

Stadtteilbezogene Bürgerinformation und Vernetzung im Internet. Ein Beitrag von Wolfgang Prauser, Kulturamt der Stadt Hannover.
Stadtteil-Informationssystem

An der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer wurden die Internetauftritte der großen deutschen Städte untersucht.
Kommunen im WEB-TEST

Kommunaler Kundenservice mit Hilfe moderner Netzwerke. Eine Studie für das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten in Österreich.
Die Tele-Gemeinde

Nutzungsmöglichkeiten des Internet als Instrument der Partizipation an kommunalen Planungsprozessen. Diplomarbeit am Geographischen Institut der Universität Hannover.
Das Internet als Instrument der Partizipation

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Beispiele

Beispiele für digitale Städte:
Bremen
Mannheim

Bürgerinformation zum Flächennutzungsplan:
Nürnberg

Stadtteile im Netz:
Die KTV in Rostock
Das Hamburger Schanzenviertel

Bürgernetze und Online-Vereine:
www.an-netz.de
www.bit-surft.de

Zahlreiche Online-Bürgernetze haben sich im Dachverband zusammengeschlossen.
Der Dachverband der Bürgernetze

Bürgerbeteiligung im Planungsprozess: Das Beispiel Esslingen.
Esslingen
Das Forum zum Baugebiet Egert
Das Bürgerforum

Aber auch die Kritiker des Neubaugebietes haben einen eigenen Internetauftritt gestaltet:
"Kein Neubaugebiet Zeller Egert"

Das Modell O'Brien ist ein interaktives Stadtplanungs- und Beteiligungsmodell.
Modell O`Brian

Die Universität Stuttgart führte in Kooperation mit der Universität Kaiserlautern ein internetbasiertes Planspiel durch, in dem Beteiligungs- und Verfahrensprozesse umgesetzt und Erfahrungen hinsichtlich Partizipationsfragen gesammelt wurden.
Turmbau zu Hengstenberg

Die Stadt Wien hat ein Bürgebeteiligungsverfahren im Internet erprobt.
Forum zum Wiener Hochhauskonzept