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Nordwolle Delmenhorst

Wohnen und Arbeiten an der Datenautobahn

Auf einem ehemaligen Industriegelände in Delmenhorst/Niedersachsen entstand im Rahmen eines Wettbewerbs der EXPO 2000 in Hannover ein zukunftsorientiertes Nutzungskonzept. Digitale Netzwerke sollen die Mischnutzung aus Wohnen, Gewerbe und Kultur gezielt fördern. Nach Stillegung des Betriebes 1981 begann die Umnutzung nach einer städteplanerischen Gesamtkonzeption. Die Nordwolle Delmenhorst wurde 1996 mit den Projekten "Wohnen und Arbeiten an der Datenbahn" und "Zukunft Alter - ServiceWohnen" zum ersten weltweiten Projekt der Weltausstellung EXPO 2000 ernannt. Das Nordwolle-Gelände ist mitten in der Stadt gelegen. Es beinhaltet zahlreiche Einrichtungen von gesamtstädtischer Bedeutung mit entsprechenden Bezügen. Vielfältige gewerbliche Nutzungsmöglichkeiten und unterschiedliche Wohnformen sind vorgesehen. Gerade dieser vielfältige Ansatz hat die Entwicklung des Quartiers bis heute entscheidend vorangetrieben. Das gesamte Gelände wurde mit hochleistungsfähigen Glasfaserkabeln ausgestattet.

Telearbeit

Ausgehend von Prognosen, dass Arbeiten zu Hause gerade im Dienstleistungsbereich ein stetiges Wachstum bescheinigt wird, bieten die entstehenden Häuser in Delmenhorst bereits die technische und bauliche Ausstattung für Telearbeitsplätze. Das Haus der Zukunft soll nicht mehr nur Wohnhaus, sondern auch Arbeitsplatz sein. Diesen Anspruch wollen die unterschiedlichen Haustypen, die auf der Nordwolle entstehen, erfüllen. Die Planungen dazu sind auch Ergebnis eines internationalen Architekten- und Ingenieurwettbewerbs, der im Jahre 1996 durchgeführt wurde. Jedes Haus kann über ein sogenanntes "Studio" verfügen, einen Raum, der als Arbeitsplatz am Wohngebäude konzipiert ist. Bei drei Haustypen stehen die Studios frei vom Haupthaus und ermöglichen so zwischen den Grundstücksgrenzen das Entstehen eines "Atriums". Da alle Studios mit Glasfaserkabeln vorgerüstet werden, ist ein Anschluss an das Datennetz später ohne Probleme möglich. Der Telearbeitsraum kann alternativ auch als Küche oder Hauswirtschaftsraum genutzt werden. In den sogenannten Stadtvillen können je nach Ausbau und Nutzungsstufe zwischen 120 und 192 m² zum Leben und Arbeiten genutzt werden. Die exklusiven Stadtwohnungen zwischen 40 und 110 m² bieten ebenfalls freie Raumgestaltung bis hin zum integrierten Telearbeitsplatz.

Das Medien- und Veranstaltungszentrums com.media.de/menhorst

Das com.media.de/menhorst ist ein Telecenter, in dem sich kleinere Firmen aus dem Multimediabereich niedergelassen haben, die aufgrund der Telekommunikationsanschlüsse Aufträge für andere Unternehmen ausführen können. Das com.media.de/menhorst befindet sich im denkmalgeschützten ehemaligen Wollelager der Norddeutschen Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei. In die historische Bausubstanz ist ein zweistöckiger Neubau integriert. Das com.media.de/menhorst ist nicht nur ein Technologie- und Gründerzentrum, es ist ein logistischer Knoten für multimediale Dienstleistungen, Marketing, Datenverarbeitung und -technik, der schnelle Zugänge zu weltweiten Netzen und Datenbanken liefert. Unternehmen aus dem Bereich Medien, Kommunikation und Datenverarbeitung finden hier auf insgesamt 4.700 qm Mietfläche Büroraum zu günstigen Konditionen vor. Die Unternehmen haben die Möglichkeit, im com.media.de/menhorst ein unternehmerisches Netzwerk zu schaffen, das neben dem jeweiligen individuellen Marktauftritt auch kooperatives Arbeiten in Projekten möglich macht. Hierbei hilft am Anfang ein aktives Center Management. Es bietet aber auch die Chancen, kostensparend und effizienzsteigernd Gemeinschaftseinrichtungen zu nutzen. Ein Empfang im Foyer des MedienZentrums meldet Besucher an, erledigt kleine Dienstleistungen, bedient auf Wunsch die Telefonzentrale des jeweiligen Unternehmens und managt die 2 Besprechungsräume. Die Veranstaltungshalle mit ihren Nebenräumen bietet die Möglichkeit für Kommunikation, Freizeit und Kultur.

ServiceWohnen

Ein wichtiger Bestandteil des Delmenhorster EXPO-Vorhabens ist das Projekt "Zukunft Alter - ServiceWohnen". Die Basis des Projekts sind ca. 120 Wohnungen. Zusätzlich sind ca. 70 barrierefrei gebaute Wohnungen für ältere Menschen vorgesehen. Durch eine flexible Bauweise ist je nach Haushaltsgröße eine Veränderung des Grundrisses möglich. Es sind Anschlüsse in den Wohnungen installiert, die für verschiedene Verwendungszwecke Optionen schaffen, wie z.B. die Erleichterung der Haushaltsführung durch teilautomatisierte Gebrauchstechniken, zur Nutzung von Computernetzen (Teleshopping, Telebanking, Telelearning), der Weiterführung von Rehabilitationsmaßnahmen oder auch zum gezielten Abrufen von Informationen.

ServiceZentrum

Die Wohnungen sind direkt mit einem nachbarschaftlichen Service- und Dienstleistungszentrum verbunden, das neben einer Begegnungsstätte die zentrale Schaltstelle für Informationen, Bildung, Kontakte, die Vermittlung von Diensten und den in alle Wohnungen integrierbaren Hausruf sein wird. m ServiceZentrum werden alle Dienst- und Serviceleistungen angeboten, die den älter werdenden Menschen ein Leben in den eigenen vier Wänden ermöglicht (pflegerische, medizinische und hauswirtschaftliche Angebote). Die Nordwolle Delmenhorst ist damit Pilotprojekt, bei dem technische Innovationen mit sozialen Dienstleistungen verknüpft werden sollen. Die Technik soll nicht den persönlichen Kontakt ersetzen, sie soll ihn fördern, sie soll als unterstützendes Element verstanden werden.

Quellen
http://www.delmenhorst.de/nordwolle

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Besuchen Sie auch die Website des Konversionsprojektes in Delmenhorst:
www.delmenhorst.de/nordwolle

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